Wurzelwerk
Wurzelwerk.works · KI-Compliance Factsheet
VERSTEHEN · 01 / 03
Seite 1 · Verstehen

KI rechtssicher nutzen.

Ein 3-seitiges Praxis-Factsheet für Organisationen, Teams und KI-Anwender — Verstehen, Prüfen, Entscheiden.

FormatA4 · 3 Seiten
Stand05 / 2026
GeltungEU · DACH
Was bringt mir diese Seite? Sie kennen am Ende die wichtigsten Rechtsrahmen, die KI-Risikoklassen und wissen, worauf KI-Compliance aufbaut.

KI-Compliance beginnt nicht erst bei großen KI-Projekten. Schon Prompts, externe Tools, personenbezogene Daten und KI-generierte Inhalte können rechtliche Pflichten auslösen.

Auf einen Blick
3 KERNTHEMEN
01

Rechtsrahmen kennen

AI Act, DSGVO, Urheberrecht, Arbeitsrecht, Cybersecurity, KI-MIG.

02

Risiken einordnen

Risiko hängt von Use Case, Daten, Output und Zielgruppe ab.

03

Vorgehen dokumentieren

Prüfen, freigeben, schulen, überwachen — wiederholbar.

Rechtsrahmen-Landkarte
06 BEREICHE → 1 SYSTEM
KI-Compliance Organisationen
EU-KI-Verordnung
  • Risikoklassen
  • Pflichten
  • Transparenz
Stuft KI-Systeme nach Risiko ein und legt verbindliche Pflichten für Anbieter und Betreiber fest.
DSGVO
  • Personenbezug
  • Rechtsgrundlage
  • Betroffenenrechte
Greift, sobald personenbezogene Daten in Prompts, Trainingsdaten oder Outputs vorkommen.
Cybersecurity
  • Sichere Systeme
  • Robustheit
  • Incident-Mgmt.
Sichere Konfiguration, Schutz vor Prompt-Injection und Reaktion auf Sicherheitsvorfälle.
Urheberrecht
  • Trainingsdaten
  • Prompts
  • Outputs
Lizenzen, TDM-Vorbehalt und Schutzfähigkeit von KI-Outputs müssen geprüft werden.
Arbeitsrecht
  • Mitarbeitende
  • Betriebsrat
  • Transparenz
Mitbestimmung, Verhaltens- und Leistungskontrolle sowie Information der Beschäftigten.
Deutschland · KI-MIG
  • Bundesnetzagentur
  • Marktaufsicht
  • Reallabore
Nationale Umsetzung des AI Act inkl. Behördenstruktur und Innovationsräumen.
Risikoampel nach AI Act
RISIKO BESTIMMT PFLICHTENTIEFE
Unannehmbares Risiko
Z. B. Social Scoring, manipulative Systeme — verboten.
Verboten
Hochrisiko-KI
Risikomanagement, Doku, menschliche Aufsicht.
Strenge Pflichten
Begrenztes Risiko
KI-Interaktion und Inhalte kennzeichnen.
Transparenzpflichten
Minimales Risiko
Freiwillige Standards — Governance empfohlen.
Freiwillig
Merksatz Nicht die Technologie allein entscheidet, sondern der konkrete Einsatzkontext.
WURZELWERK.WORKS · KI-COMPLIANCE FACTSHEET v2.0
SEITE 01 / 03
Wurzelwerk
Wurzelwerk.works · KI-Compliance Factsheet
PRÜFEN · 02 / 03
Seite 2 · Prüfen

KI-Compliance-Selbstcheck.

Haken Sie jeden erledigten Schritt ab. Je mehr Punkte erfüllt sind, desto belastbarer ist Ihre KI-Compliance-Basis.

FormatSelbstcheck
Punkte10
Bearbeitung~ 15 min
Was bringt mir diese Seite? Sie sehen sofort, wie weit Ihre Organisation bei der KI-Compliance steht und welche Schritte noch offen sind.

Compliance-Fortschritt

0/10
0%
erledigt
0–30 %
Grundlagen fehlenEinsatz nicht freigeben.
40–70 %
Teilweise vorbereitetOffene Punkte schließen.
80–100 %
Gute BasisFreigabe und Monitoring möglich.
→ Nächster Schritt
Offene Punkte priorisieren, Verantwortliche festlegen und Nachweise dokumentieren.
KI-Compliance in 7 Schritten
PROZESS · WIEDERHOLBAR
01
Use Case beschreiben

Welches KI-Tool, welche Aufgabe, welche Zielgruppe? Kontext klar dokumentieren.

02
Rolle klären

Anbieter, Betreiber, Händler oder Einführer? Rolle gemäß EU AI Act festlegen.

03
Risikoklasse bestimmen

Verboten, hochriskant, begrenztes oder minimales Risiko nach AI Act einstufen.

04
Datenschutz & Urheberrecht

DSGVO-Anforderungen und urheberrechtliche Einschränkungen bei Trainingsdaten und Outputs prüfen.

05
Transparenz & Aufsicht

KI-generierte Inhalte kennzeichnen und menschliche Kontrollpunkte im Prozess definieren.

06
Doku, Schulung & Freigabe

Nachweise erstellen, Beteiligte schulen und formale Freigabe erteilen.

07
Monitoring & Updates

Laufendes Monitoring einrichten, Beschwerden dokumentieren und Prozesse aktuell halten.

Merksatz KI-Compliance ist kein einmaliger Haken, sondern ein wiederholbarer Prüfprozess.
WURZELWERK.WORKS · KI-COMPLIANCE FACTSHEET v2.0
SEITE 02 / 03
Wurzelwerk
Wurzelwerk.works · KI-Compliance Factsheet
ENTSCHEIDEN · 03 / 03
Seite 3 · Entscheiden

Prompt-Check: Darf das ins KI-Tool?

Nutzen Sie dieses Diagramm vor der Eingabe in externe KI-Tools — bei personenbezogenen Daten, internen Dokumenten, Geschäftsgeheimnissen oder geschützten Inhalten.

FormatEntscheidungs-Flow
Schritte4 Fragen
ErgebnisGo / Stop
Was bringt mir diese Seite? Sie haben einen klaren Entscheidungsweg, ob ein konkreter Prompt in ein KI-Tool darf — inklusive Schnellregeln.
Fortschritt
0 / 4 beantwortet
01 · Frage Werden personenbezogene Daten verarbeitet?
Nur mit Rechtsgrundlage verarbeiten oder Daten anonymisieren. Im Zweifel: Prompt nicht eingeben.
Keine personenbezogenen Daten — weiter zur nächsten Frage.
02 · Frage Enthält der Prompt Geschäftsgeheimnisse oder interne Informationen?
Stop. Nicht in externe Tools eingeben — Eingabe stoppen oder vorab Freigabe einholen.
Keine sensiblen internen Inhalte — weiter zur nächsten Frage.
03 · Frage Sind fremde, urheberrechtlich geschützte Inhalte enthalten?
Rechte und Zweck prüfen — Lizenz, TDM-Vorbehalt oder Zitatzweck. Ohne Klarheit: nicht verwenden.
Keine fremden geschützten Inhalte — weiter zur nächsten Frage.
04 · Frage Nutzt der Anbieter die Eingaben für das Training?
Besonders hohe Vorsicht — keine sensiblen Inhalte eingeben oder Tool wechseln (Opt-out / Enterprise-Tarif).
Anbieter trainiert nicht auf Eingaben — Endpunkt erreicht.
Endpunkt · Noch nicht freigegeben
Beantworten Sie alle 4 Fragen, um eine Empfehlung zu erhalten.
Erst wenn jede Frage mit NEIN beantwortet ist, gilt der Prompt als freigegeben.
Schnellregeln für Anwender
DO · DON'T

DODas sollten Sie tun

  • Prompts anonymisieren.
  • Nur freigegebene Tools nutzen.
  • Anbieterbedingungen beachten.
  • Outputs vor Veröffentlichung prüfen.
  • Bei Unsicherheit nachfragen.

DON'TDas sollten Sie vermeiden

  • Kundendaten ungeprüft eingeben.
  • Interne Verträge / Strategien hochladen.
  • Fremde Inhalte als eigene Vorlage nutzen.
  • KI-Outputs ungeprüft veröffentlichen.
  • Deepfakes ohne Kennzeichnung nutzen.
Wenn unsicher, dann nicht eingeben.
Unklare Datenlage, fehlende Freigabe oder sensible Informationen sprechen gegen die Nutzung externer KI-Tools.